Fahrrad-Monitor 2025: Sicher Radfahren lernen von Anfang an

28. April 2026 – Wie erleben Kinder das Radfahren? Was motiviert Menschen, häufiger aufs Fahrrad zu steigen? Und welche Rolle spielt Sicherheit für die Radmobilität im Alltag? Antworten darauf liefert der neue Fahrrad-Monitor 2025. Die repräsentative Studienreihe des SINUS Instituts untersucht seit 2009 regelmäßig die Fahrrad- und Pedelec-Nutzung in Deutschland und wird vom Bundesministerium für Verkehr gefördert.  

Die aktuelle Ausgabe zeigt: Das Fahrrad ist für viele Menschen in Deutschland fest im Alltag verankert – und sein Potenzial ist weiterhin groß. 80 Prozent der Befragten ordnen sich selbst als Radfahrerinnen oder Radfahrer ein. 41 Prozent nutzen Fahrrad oder Pedelec regelmäßig. Mehr als die Hälfte gibt an, künftig häufiger mit dem Rad fahren zu wollen. Erstmals nimmt der Fahrrad-Monitor 2025 zudem die Perspektive von Kindern und Eltern eigenständig in den Blick. 

Kinder fahren gern Rad 

Ein besonderer Schwerpunkt des Fahrrad-Monitor 2025 liegt auf der Radmobilität von Kindern. Das Ergebnis ist erfreulich: Fast neun von zehn radfahrenden Kindern fahren gerne Fahrrad. Besonders ausgeprägt ist die Freude am Radfahren bei jüngeren Kindern und bei Kindern, deren Eltern selbst regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs sind. 

Die Studie zeigt außerdem, wie wichtig frühe positive Erfahrungen sind. Kinder, die bereits im Alter von zwei bis drei Jahren Radfahren gelernt haben, nutzen das Fahrrad im späteren Kindesalter deutlich häufiger regelmäßig. Wurde das Radfahren erst mit acht Jahren erlernt, fällt die spätere regelmäßige Nutzung geringer aus. 

Sicherheit bleibt entscheidend 

Gleichzeitig macht der Fahrrad-Monitor deutlich, wo weiterhin Handlungsbedarf besteht. Kinder nutzen das Fahrrad bislang häufiger in der Freizeit und aus Vergnügen als für Alltagswege, etwa zur Schule oder zur Kita. Als größte Hindernisse nennen sie zu viel Verkehr, mangelhafte oder fehlende Radwege sowie Unsicherheit gegenüber dem motorisierten Verkehr – insbesondere gegenüber großen Fahrzeugen. 

Auch bei Erwachsenen bleibt Sicherheit ein zentrales Thema. Rund vier von zehn Radfahrenden fühlen sich im Straßenverkehr unsicher. Als Gründe werden vor allem hohes Verkehrsaufkommen, zu hohe Geschwindigkeiten und rücksichtsloses Verhalten genannt. Eine gut ausgebaute, übersichtliche und möglichst vom motorisierten Verkehr getrennte Radinfrastruktur ist damit weiterhin ein Schlüssel für mehr regelmäßige Fahrradnutzung. 

Gute Bedingungen von Anfang an schaffen 

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betont in der Pressemitteilung die Bedeutung kindgerechter Radwege: Sichere und gut ausgebaute Infrastruktur sei entscheidend dafür, dass Kinder früh positive Erfahrungen mit dem Fahrrad sammeln und später selbstständig mobil sein können. 

Für Kommunen bedeutet das: Wer Radverkehr fördern will, sollte die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen besonders in den Blick nehmen. Sichere Schulwege, verständliche Kreuzungen, ausreichend Platz und geschützte Radverbindungen schaffen nicht nur Vertrauen bei jungen Radfahrenden, sondern stärken die Fahrradfreundlichkeit insgesamt. 

Sehr erfreulich ist auch: 85 Prozent der Kinder zwischen zehn und 18 Jahren haben den Fahrradführerschein erworben. Dieser wird in der Regel in der vierten Klasse gemacht und vermittelt wichtige Verkehrsregeln sowie sicheres Verhalten im Straßenverkehr. 

Über den Fahrrad-Monitor 

Der Fahrrad-Monitor ist eine repräsentative Studienreihe des SINUS Instituts und wurde 2025 zum neunten Mal durchgeführt. Die Erwachsenen- und Jugendbefragung basiert auf einer bundesweit repräsentativen Online-Stichprobe von Personen im Alter von 14 bis 69 Jahren. Ergänzend wurde 2025 erstmals eine eigenständige Befragung von Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren sowie deren Eltern durchgeführt. 

Der Fahrrad-Monitor wurde im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung von nicht investiven Maßnahmen zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans“ vom Bundesministerium für Verkehr gefördert. 

Den Fahrrad-Monitor 2025 für Erwachsene und Jugendliche (14 bis 69 Jahre) können Sie hier, sowie den Fahrrad-Monitor 2025 für Kinder (6 bis 13 Jahre) und ihre Eltern hier herunterladen. 

(Text: AGFK Bayern, auf Grundlage einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Verkehr)