Fahrradstadt Bamberg – Mobilitätserhebung bekräftigt den sehr hohen Radverkehrsanteil 

April 2026 – In Bamberg wurde im Juli 2025 eine Mobilitätsbefragung in Stadt und Landkreis Bamberg durchgeführt um aktuelle Zahlen zum werktäglichen Verkehrsverhalten der Bevölkerung zu erheben. Für die Mobilitätsbefragung wurden die Formen der schriftlichen, telefonischen und Online-Befragung gewählt. Durch dieses breite Angebot an Zugangswegen wurden verschiedene Bevölkerungsgruppen erreicht und so eine homogene und repräsentative Stichprobe gewonnen.  

Für die Stadt Bamberg dient die Erhebung zur Zielerreichungsanalyse des Verkehrsentwicklungsplans 2030 (VEP Bamberg 2030). Laut Stadtratsbeschluss 2017 sollen drei von vier Wegen der Bamberger Bevölkerung (75 % des Modal Split) 2030 mit Verkehrsmitteln des Umweltverbunds zurückgelegt werden (bisheriger Stand 2015: 41 % MIV zu 59 % Umweltverbund). Aufgrund des Beitritts der Stadt Bamberg zur AGFK Bayern wurde dieses Ziel mit Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2018 nochmals konkretisiert, den Radverkehrsanteil von 30 % (Stand 2015) auf 35 % im Jahr 2025 zu steigern.  

Noch mehr Radverkehr und weniger Kfz-Verkehr

Die ausführlichen Ergebnisse der Mobilitätsbefragung wurden im Mobilitätssenat am 25.11.2025 präsentiert (Allris-Template / Stadt Bamberg).  

Die Bamberger*innen sind bereits seit Jahrzehnten sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs. Das Fahrrad war 2015 mit 30 % Anteil am modal split bereits das zweitgenutzte Verkehrsmittel in Bamberg hinter dem Kfz mit 41 % am modal split. Zehn Jahre später ist der Anteil des Radverkehrs noch weiter nach oben gegangen, mit 35 % ist es nun das meistgenutzte Verkehrsmittel in der Welterbestadt Bamberg. Demnach ist das anspruchsvolle Ziel des VEP Bamberg 2030 erreicht worden! Der Anteil des MIV beträgt 33 %, damit werden 8 % weniger Wege mit dem Kfz zurückgelegt als noch in 2015. Der Fußverkehr konnte von 19 % auf 23 % gesteigert werden. Der Anteil des ÖPNV verzeichnet einen leichten Rückgang von 10 % auf 9 %. 

© Ingenieurbüro Helmert Aachen / Stadt Bamberg

© Bild: Ingenieurbüro Helmert Aachen / Stadt Bamberg

Somit weist der Umweltverbund (Fuß, Rad, ÖPNV) einen Modal-Split-Anteil von 67 % auf, was eine Steigerung von 8 % gegenüber der Erhebung aus dem Jahr 2015 bedeutet. Ziel des VEP Bamberg 2030 ist, bis zum Jahr 2030 den Anteil des Umweltverbunds auf 75 % zu steigern. 

Im Binnenverkehr ist der Radverkehrsanteil von 35 % (2015) auf 41 % (2025) gestiegen. In allen Altersgruppen ist das Fahrrad stark vertreten (noch 36 % Radnutzung bei 65-80 Jahre) und wird von 42 % der Bamberger*innen täglich bzw. fast täglich genutzt. Das Fahrrad hat vor allem auf Wegen zur Ausbildung (44 %), zur Arbeit (40 %) sowie auf Freizeitwegen (38 %) eine hohe Bedeutung. Bis zu 4 km Entfernung ist das Fahrrad das meist genutzte Verkehrsmittel (2015: 38 %; 2025: 51 %), ab 4 bis unter 6 km hat das Kfz zwar Anteile verloren, ist aber noch immer mit 59 % (2015: 67 %) bedeutsamer. Hier liegen noch große Potentiale zur Verlagerung auf den Radverkehr. Für den weiteren Ausbau der Radinfrastruktur ist auch die Entwicklung der Radverkehrsanteile in den einzelnen Stadtteilen interessant. In vielen, aber nicht in allen Stadtteilen konnte der Radverkehrsanteil gesteigert werden, in einem Stadtteil (sogar mit höchstem mittleren Fahrradbesitz) ist die Fahrradnutzung seit 2015 sogar gesunken. Das zeigt, dass Maßnahmen zur Radverkehrsförderung wie Ausbau der Infrastruktur aber auch zur Öffentlichkeitsarbeit weiterhin konsequent verfolgt werden müssen. 

© Ingenieurbüro Helmert Aachen / Stadt Bamberg

© Bild: Ingenieurbüro Helmert Aachen / Stadt Bamberg

Die Ergebnisse der Mobilitätsbefragung bestätigen, dass die Stadt Bamberg auf einem guten Weg ist die Ziele des VEP Bamberg 2030 zu erreichen. Die stadtplanerische Strategie der „Stadt der kurzen Wege“ und der Ausbau der Nahmobilität werden weiter entschlossen mit großen und vielen kleineren Schritten realisiert.  Die Fahrradstadt Bamberg mit ihrem hohen Radverkehrsanteil zeigt, dass das Fahrrad für viele Zwecke ein ideales städtisches Verkehrsmittel ist und noch weitere Potentiale hat. 

(Text: Stadt Bamberg)