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Bad Wiessee

Bad Wiessee ist eine Gemeinde am Westufer des Tegernsees im oberbayerischen Landkreis Miesbach mit 5.100 Einwohnern. Der Ort steht für Gesundheit und Wohlbefinden und ist seit 1922 ein anerkannter Kurort. Sein Prädikat als Heilbad verdankt Bad Wiessee den deutschlandweit stärksten Jod-Schwefel-Heilquellen. Diese wurden 1909 bei Bohrungen nach Erdöl durch den Niederländer Adrian Stoop entdeckt. Nach der Begutachtung als Heilquelle 1912 wurde anschließend ein Badehaus errichtet. Als klares Bekenntnis als Gesundheitsstandort wurde im Juni 2020 nach zweijähriger Bauzeit das neue Jodschwefelbad eröffnet, geplant vom Stararchitekten Matteo Thun.

Bad Wiessee ist ein Ort für die ganze Familie, der durch vielfältige Freizeit-, Wellness- und Sportangebote glänzt. Erholung finden Einheimische und Urlauber an der 5 km langen Seepromenade, die zu schönen Spaziergängen einlädt. Außerdem bietet Bad Wiessee von leichten Wanderwegen bis hin zu anspruchsvollen Bergtouren für jeden Schwierigkeitsgrad die geeignete Tour.

Bereits seit 20 Jahren findet jährlich im Winter die Montgolfiade in Bad Wiessee statt, ein großes Ballonfestival, bei dem um die 30 Ballone von Bad Wiessee aus zu einer Fuchsjagd starten.

Sein Glück kann man in der am Ortsrand gelegenen Staatlichen Spielbank versuchen, von deren Balkon aus man einen wunderschönen Blick auf den Tegernsee hat.
Sportliches Geschick erfordert der 18-Loch-Golfplatz, der als einer der anspruchsvollsten in Oberbayern gilt. Aufgrund der einmaligen Aussicht auf den See ist er auch einer der schönsten. Außerdem gibt es in Bad Wiessee noch eine Driving-Range, um das Golfspielen perfekt zu trainieren.

Der Gemeinderat von Bad Wiessee hat im September 2019 beschlossen, dass die Gemeinde fahrradfreundlicher werden soll und umgehend einen Antrag zur Aufnahme bei der AGFK gestellt. Nach der erfolgreichen Vorbereisung im Juni 2020 ist Bad Wiessee nun seit August 2020 Mitglied der AGFK.

Der Radverkehr in Bad Wiessee ist vor allem von Freizeitradlern geprägt. So führt z.B. der Radweg München-Venezia durch Bad Wiessee. Ein besonderes Augenmerk liegt aber auch auf dem Alltags-Radverkehr. Viele Strecken innerorts lassen sich bequem und oftmals schneller mit dem Fahrrad erledigen. Gerade der Alltagsverkehr soll gestärkt werden, um mehr Einwohner vom Auto auf das Fahrrad zu bringen und so eine deutliche Verkehrsentlastung im Ort zu erreichen.

Diesem Anliegen ist die Gemeinde bereits im Juli 2020 ein großes Stück näher gekommen. An der Ortsdurchfahrt, parallel zur B 318, ist ein Radschutzstreifen entstanden – mit 1,8 Kilometern der längste im gesamten Landkreis Miesbach. Aufgrund der ausreichenden Fahrbahnbreite ist der Radschutzstreifen teilweise sogar 1,50 m breit. Somit haben die Radfahrer Platz, um sicher zur Ortsmitte zu gelangen oder den Ort zu durchqueren. Eine wichtige Entscheidung, da in der Vergangenheit oft die Gehwege zum Radfahren genutzt wurden, was vor allem für die Fußgängerinnen und Fußgänger ein Sicherheitsrisiko darstellt.

Um von Anfang an zielgerichtet die Infrastruktur für den Radverkehr zu verbessern und die Grundlage für eine fahrradfreundliche Kommune zu schaffen, wird gerade ein Radverkehrskonzept für die Gemeinde entwickelt. Besonderer Wert wird hierbei auf die Bürgerbeteiligung gelegt. Die Bürger sollen hier mitgenommen werden und sich aktiv mit ihren Vorschlägen und Ideen mit einbringen.

Langfristig sollte nach Möglichkeit ein Gesamtkonzept für alle Gemeinden um den Tegernsee sein, um die notwendigen Verknüpfungspunkte zwischen den Orten zu schaffen und den Radverkehr gemeinsam zu stärken.

Das Ziel der Gemeinde ist die Anerkennung als fahrradfreundliche Kommune und die dauerhafte Mitgliedschaft in der AGFK.