pfeil-links Zurück

Pocking

 

Pocking befindet sich im Landkreis Passau an der Grenze zu Oberösterreich. Die Stadt liegt verkehrsgünstig an der A 3 und der B 12 sowie an der Bahnstrecke München – Mühldorf am Inn – Passau. Die A 94, die Pocking auf kürzestem Weg mit München verbinden wird, ist etwa zur Hälfte fertiggestellt. Die Planungen für die noch fehlenden Teilstücke sind bereits abgeschlossen bzw. laufen auf Hochtouren.

Früher war der Ort landwirtschaftlich geprägt und galt als Zentrum der Rottaler Pferdezucht. In den vergangenen 40 Jahren entwickelte sich Pocking zur Einkaufs- und Dienstleistungsstadt für den südlichen Landkreis Passau, das niederbayerische Bäderdreieck Bad Füssing /Bad Griesbach/Bad Birnbach und das angrenzende Oberösterreich. Einheimische sowie zahlreiche Gäste bummeln mit Vorliebe durch die Fußgängerzone oder andere Bereiche der größtenteils verkehrsberuhigten Innenstadt, die eine Vielzahl von Geschäften und Gastronomiebetrieben bietet. Das Plus der Stadt sind die großzügigen Parkplätze, von denen aus man in wenigen Metern Entfernung Einkaufsmöglichkeiten für alle Geschmäcker vorfindet.

Aber auch klein- und mittelständische Produktionsbetriebe siedelten sich in den Gewerbegebieten Pockings an. Die zahlreichen Firmen aus verschiedensten Branchen verleihen der Arbeitsmarktsituation bestmögliche Stabilität.

Zur Attraktivität Pockings, dessen Ursprünge auf Kelten-, Römer- und Bajuwarensiedlungen zurückreichen, tragen aber auch die Naherholungs- und Sportflächen bei, die in großer Anzahl zur Verfügung stehen. Die am Ort vorhandenen Schulen ermöglichen jeden Abschluss. Ein aktives gesellschaftliches Leben mit über 120 Vereinen bietet zudem für jeden Geschmack etwas und erleichtert Neubürgern die Eingewöhnung im neuen Heimatort. Beleg dafür ist, dass die Einwohnerzahl Pockings – vor allem dank der städtischen Neubaugebiete für Einfamilienhäuser – in den vergangenen vier Jahrzehnten um etwa 50 Prozent auf 16.000 wuchs.

Gestern, heute und morgen – Radverkehr in Pocking

Mit 60 km² Fläche bei weitgehend ebenem Gelände ist Pocking topographisch schon von jeher gut zum Radfahren geeignet und damit eine familien- und nahmobilitätsfreundliche Stadt. Seit ca. 30 Jahren wird dem Fahrradverkehr ein immer größerer Stellenwert eingeräumt und es wurden in großem Umfang straßenbegleitende Geh- und Radwege hin zu den Nachbarorten bzw. hin zu den regionalen und überregionalen Radwegenetzen gebaut. Heute verlaufen durch bzw. nahe Pocking zahlreiche touristische Fernradwege (Donau-, Inn-, Rottal- und Römerradweg) und Themenradwege („Schmetterlingsradweg“, „Pfad Pockinger Heide“) die auch im Bayernnetz für Radler hinterlegt sind.
Auch für Alltagsradfahrer gab es in den zurückliegenden Jahrzehnten große Verbesserungen. So kann mittlerweile die in West-Ost-Richtung mittig durch das Stadtgebiet verlaufende Bundesstraße B12 an insgesamt 7 Stellen von Fußgängern und Radfahrern höhenfrei gekreuzt werden. Die Stadt hat hohe sechsstellige Beträge in diese Kreuzungsbauwerke investiert und erreichte dadurch, dass Pocking zu einer Stadt der kurzen und sicheren Wege zwischen Nord und Süd für Radfahrer wurde.
In seinen Beschlüssen zum ISEK (integriertes Stadtentwicklungskonzept) bzw. zum VEP (Verkehrsentwicklungsplan) hat der Stadtrat den weiteren Ausbau der Radfahrinfrastruktur festgelegt. Aktuell entsteht am Bahnhof Pocking eine neue Bike+Ride-Anlage welche mit 75% vom Freistaat Bayern gefördert wird. Der barrierefrei umgestaltete Ferienzielbahnhof Pocking ist ein wichtiger Ein- bzw. Umsteigeplatz für Kurgäste nach Bad Füssing und zu den Zügen Richtung Passau bzw. Neumarkt-St. Veit/Mühldorf/München.

 

Handlungsschwerpunkt

Um den Anteil der Alltagsradfahrer am Gesamtverkehr (derzeit ca. 10 %) zu steigern, möchte Pocking verschiedene Maßnahmen ergreifen.
Nachdem im Jahr 2017 die Vorbereisung durch die AGFK Bayern stattgefunden hat, will man die sich hieraus ergebenden Erkenntnisse abarbeiten. Der Schwerpunkt der zukünftigen Aktionen wird daher auf Verbesserungen, die dem innerörtlichen Radverkehr dienen, gelegt werden.
Aktuell steht die Generalsanierung einer wichtigen innerörtlichen Hauptverkehrsstraße an, die auch Zufahrtsstraße zum Schul- und Sportzentrum ist und damit naturgemäß einen sehr hohen Fußgänger- und Radfahreranteil aufnimmt. Das neue Ausbauquerprofil wird daher wie mit der AGFK besprochen, entsprechend den Regelwerken der FGSV (Empfehlung für Radverkehrsanlagen – ERA) und dem „Radverkehrshandbuch Radlland Bayern“, ausgebildet. Diese Maßnahme soll 2018/2019 realisiert werden und das innerörtliche Radwegenetz wesentlich attraktiver und sicherer machen.
Wie bei der Vorbereisung ebenfalls festgestellt, sollen gewisse Radwegebeschilderungen, insbesondere hinsichtlich der Öffnung von Einbahnstraßen klarer beschildert werden.
Die Verkehrsbehörde wird bei verkehrsrechtlichen Anordnungen im Zusammenhang mit Straßenaufbrüchen verstärkt darauf achten, dass der Radverkehr umgeleitet bzw. berücksichtigt wird. Hindernisse wie Poller etc. im Zuge von Radwegen sollen minimiert werden. Der Winterdienst soll auch für die Radwege aktiv sein.
Daneben will die Stadt Kontakt mit „fahrradfreundlichen Kommunen“ aufnehmen, um sich von deren Handeln, gerade in innerstädtischen Bereichen, inspirieren zu lassen.
In Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Ostbayern werden derzeit ein digitaler Reiseführer für den Römerradweg und entsprechende Rastplätze (Info-Points) in Zusammenhang mit der LEADER-Maßnahme „Inwertsetzung römischer Kulturstätten“ erstellt.
Auch die Bestellung eines „Fahrradbeauftragten“ durch die Stadt ist geplant.