April 2026 – Nürnberg macht weiterhin wichtige Fortschritte auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Mobilität. Mit der gezielten Reduzierung des Kraftfahrzeugverkehrs, der Stärkung des Umweltverbunds aus öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV), Rad- und Fußverkehr sowie einem klaren Fokus auf mehr Verkehrssicherheit setzt die Stadt konsequent ihre ambitionierten Ziele um.
Ein aktueller Bericht im Verkehrsausschuss im März 2026 zeigt: Der Mobilitätsbeschluss der Stadt trägt Früchte. Bis 2030 wurden klare Ziele, Handlungsfelder und Projekte definiert, um Mobilität stadtverträglich, sicher, effizient und ökologisch zu gestalten – und die Umsetzung ist in vollem Gange.
Das Radwegeplanungs- und Bauprogramm 2026 unterstreicht diese Entwicklung eindrucksvoll: Rund 50 Planungs- und 28 Bauprojekte werden derzeit vorangetrieben.
Der erste Abschnitt der Radschnellverbindung nach Erlangen befindet sich derzeit im Bau und soll im Jahr 2026 fertiggestellt werden. Auf einer Länge von 1,7 Kilometern verläuft die Strecke zwischen Maxtorgraben und Nordring über die Friedrichstraße, die Schweppermannstraße, die Pilotystraße sowie den Kleinreuther Weg und wird als Fahrradstraße ausgebaut. Gefördert wird das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr im Rahmen der „Radoffensive Klimaland Bayern“. Parallel dazu laufen bereits die Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt, dessen Umsetzung ab 2027 geplant ist. Dieser schließt auf weiteren 1,7 Kilometern vom Nordring bis zur Marienberger Straße an. Ein zentrales Element ist hierbei die Schließung einer bestehenden Radwegelücke im Kleinreuther Weg, wodurch das Hauptverkehrsstraßennetz für den Radverkehr deutlich verbessert wird. Auch die weiteren Planungen schreiten voran: Der dritte Abschnitt von der Marienberger Straße bis zur derzeitigen Straßenbahnendhaltestelle Am Wegfeld soll im zweiten Quartal dem Verkehrsausschuss zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Bereits im März 2026 hat der Verkehrsausschuss wichtige Weichen gestellt und sowohl den Trassenverlauf der Stadt-Umland-Bahn (StUB) zwischen Am Wegfeld und der Stadtgrenze als auch den Verlauf der Radschnellverbindung zwischen Boxdorf und der Stadtgrenze beschlossen. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, im zweiten Halbjahr 2026 das Planfeststellungsverfahren bei der Regierung von Mittelfranken zu beantragen.
Auch bei den Radschnellverbindungen in Richtung Schwabach sowie Zirndorf/Oberasbach/Stein geht es voran: Hier sollen bereits im Jahr 2026 die ersten Bauabschnitte realisiert werden. Gleichzeitig laufen die Planungen für weitere Strecken mit einer Gesamtlänge von rund 13 Kilometern.
Ergänzend dazu konnten im vergangenen Jahr knapp 3 Kilometer Radvorrangrouten realisiert werden. Für 2026 ist ein weiterer deutlicher Ausbau um rund 5,5 Kilometer vorgesehen. Hinzu kommen zusätzliche 2,3 Kilometer Fahrradstraßen im Rahmen des Fahrradstraßenkonzepts.
Der Ausbau nimmt spürbar Fahrt auf – auch wenn die Umsetzung aufgrund der hohen Komplexität der Projekte weiterhin anspruchsvoll bleibt. Parallel laufende Maßnahmen wie Glasfaser- und Fernwärmeausbau oder notwendige Kanalarbeiten sowie personelle Ressourcen und teils längere Förderverfahren stellen Herausforderungen dar. Gleichzeitig zeigen sie aber auch: Die Stadt entwickelt ihre Infrastruktur ganzheitlich und zukunftsorientiert.
Nürnberg investiert weiter in eine moderne, sichere und umweltfreundliche Mobilität. Mit den laufenden und geplanten Maßnahmen wird das Radwegenetz schrittweise erweitert und für die Bürgerinnen und Bürger verbessert.
(Text: Stadt Nürnberg, Verkehrsplanungsamt)

© Foto: Stadt Nürnberg, Verkehrsplanungsamt