Ein absolutes Highlight des AGFK-Jahreskalenders ist die jährliche Ehrung und Auszeichnung jener Kommunen im Freistaat, die bei der Radverkehrsförderung mit Engagement und Ideen vorangehen. Am 4. Februar 2026 zeichneten der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr Christian Bernreiter, MdL, sowie Robert Niedergesäß, Vorsitzender der AGFK Bayern und Landrat des Landkreises Ebersberg zwölf Kommunen als „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ aus. Dazu zählen die Städte Alzenau, Burgau, Günzburg, Herrieden, Neu‑Ulm, Traunstein, Vilshofen und Zirndorf, der Markt Roßtal, die Gemeinde Feldkirchen sowie die Landkreise Aschaffenburg und Donau‑Ries. Insgesamt tragen inzwischen 90 Kommunen diesen Titel.
Die feierliche Übergabe der Auszeichnungen erfolgte in der Scholastika in München, es moderierte Roman Roell. Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem erfolgreiche Re‑Zertifizierungen gewürdigt: Die Städte Gunzenhausen, Lauf an der Pegnitz, Stein und Wolfratshausen sowie die Gemeinde Oberhaching werden das Siegel auch in den kommenden Jahren weiterführen. Darüber hinaus konnten im Jahr 2025 zwei neue Mitglieder in der AGFK Bayern begrüßt werden: Der Landkreis Garmisch‑Partenkirchen und die Stadt Parsberg wurden im Rahmen der Auszeichnungsveranstaltung feierlich aufgenommen und werden sich in den kommenden Jahren auf das Prüfverfahren zur „Fahrradfreundlichen Kommune in Bayern“ vorbereiten.

Die Praxis zeigt: Infrastruktur ebenso relevant wie Öffentlichkeitsarbeit
Ein besonderes Highlight des Festakts war die Fotoshow der Bereisungen der ausgezeichneten Kommunen. Sie zeigte eindrucksvoll die große Bandbreite an Maßnahmen, mit denen die Kommunen den Radverkehr voranbringen – von Abstell‑ und Reparaturanlagen über fahrradfreundliche Vorfahrtsregelungen an Kreuzungen bis hin zu Fahrradaktionstagen für die Bevölkerung. Die Redebeiträge der Ausgezeichneten machten ebenfalls deutlich: Genauso wichtig wie Radwege zu bauen ist es, Menschen für den Radverkehr zu begeistern.
Für eine launische Pause im Programm sorgte die Deutsche Vizemeisterin im Poetry Slam Meike Harms, die eine Liebeserklärung an das Rad zum Besten gab und dabei die Vision einer Mobilität skizzierte, in der alle Verkehrsteilnehmenden freundlich und entspannt miteinander umgehen.
Zu Beginn des Jahres 2026 ist die Zahl der Mitgliedskommunen auf 143 gestiegen – damit ist die AGFK Bayern einer der größten kommunalen Zusammenschlüsse für Radverkehrsförderung bundesweit. Die AGFK Bayern unterstützt ihre Mitglieder in den vier Säulen Öffentlichkeitsarbeit, Information, Service und Infrastruktur und treibt gemeinsam mit ihnen die Entwicklung hin zu einer fahrradfreundlichen Zukunft in Bayern weiter voran.
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