Bayerisches Verkehrsministerium fördert umweltfreundlichen Verkehr in acht Städten und Gemeinden

  • Fachjury hat acht Modellkommunen in ganz Bayern ausgewählt
  • Freistaat übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten und fachliche Begleitung
  • Modellprojekt soll Radverkehr in Bayern weiter stärken

Während öffentliche und private Mietsysteme für Fahrräder heute in vielen Städten zum Alltag gehören, sucht man vergleichbare Angebote für Lastenräder meist vergeblich. Das möchte Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer ändern: „Lastenräder bieten viele Vorteile: Sie dienen zur Beförderung der Kinder, zum Transport von sperrigem Gepäck oder einem Großeinkauf und können so Fahrten mit dem Auto ersetzen. Sie besitzen daher großes Potential für einen nachhaltigen, ausgewogenen Verkehrsmix.“

Da viele Menschen eine private Anschaffung wegen oftmals hoher Kosten scheuen, hat Ministerin Schreyer im Mai ein neues Modellprojekt ins Leben gerufen, für das sich bis 1. Juli alle Städte und Gemeinden in Bayern mit bis zu 130.000 Einwohnern bewerben konnten. Eine Fachjury mit Vertreterinnen und Vertretern des Verkehrsministeriums, des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) hat nun aus den Bewerbungen acht Städte und Gemeinden ausgewählt. In Cadolzburg, Freising, Lindau, Marktredwitz, Passau, Postbauer-Heng und Würzburg werden nun in den nächsten Monaten Mietsysteme für Lastenräder mit fachlicher Unterstützung durch das Verkehrsministerium entwickelt, bei denen der Freistaat bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten für die Anschaffung der Räder, die Einrichtung von Stellplätzen und die digitalen Komponenten des Verleihsystems übernimmt. Zusätzlich wird die Gemeinde Lechbruck als Sonderprojekt aufgenommen, um die Nutzung von Lastenrädern in einem Erholungsort zu testen. So soll praktisch untersucht werden, welche Faktoren ausschlaggebend sind, damit Lastenräder von möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern intensiv genutzt werden. Die fachliche Begleitung und Evaluation des Modellprojekts, die auch die Auswertung der Nutzung und die Prüfung der Übertragbarkeit auf andere Kommunen beinhaltet, übernimmt ein Konsortium unter Leitung der TINK Walter & Wagner GbR. Sie wird vom Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr finanziert und den Modellkommunen zur Seite gestellt. Ziel ist es, langfristig mit dem Lastenrad ein weithin akzeptiertes neues Verkehrsmittel in den Städten und Gemeinden Bayerns zu etablieren. „Mein Anliegen ist es, dass jede Bürgerin und jeder Bürger in Bayern das für sich passende Verkehrsmittel frei wählen kann. Dafür brauchen wir eine breite Palette unterschiedlicher attraktiver Verkehrsträger. Mir ist wichtig, dass Gemeinden mit unterschiedlicher Topografie und Einwohnerzahl aus verschiedenen Teilen des Freistaats sowie aus dem urbanen und ländlichen Raum berücksichtigt wurden“, so die Verkehrsministerin.

Weitere Informationen zum Modellprojekt gibt es auf der Internetseite https://www.lastenrad.bayern.de./