Landkreis Augsburg – Aktionen zum Radverkehr

Auf die Sättel, fertig, los – bayerischer Auftakt zum STADTRADELN und Schulradeln im Landkreis Augsburg 

Der bayernweite Startschuss zur größten internationalen Fahrradkampagne STADTRADELN und zur Pilotaktion Schulradeln in Bayern fiel am 20. Mai im Landkreis Augsburg. Das Wetter hat den Radlern einen Strich durch die Rechnung gemacht: geplant war zum Start des STADTRADELN eine Radtour in die Westliche Wälder, dem einzigen Naturpark Mittelschwabens, den Radfahrer auf mehr als tausend Strecken-Kilometern erkunden können. Doch bei Dauerregen musste die Tour kurzfristig abgesagt werden. Dass der Auftakt heuer im Landkreis Augsburg stattfand, ist kein Zufall. Die AGFK Bayern e.V. ist als landesweiter Koordinator wesentlicher Unterstützer der bayerischen Kommunen beim STADTRADELN und der Landkreis Augsburg langjähriges Mitglied. 

Bild von links: Mareike Hartung (Mobilitätsmanagerin für den Landkreis Augsburg), Martin Sailer (Landrat Landkreis Augsburg), Sarah Guttenberger (Geschäftsführerin Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen)

Schulradeln schlägt STADRTADELN

Vom 20. Mai bis 09. Juni konnten die Bürger im Landkreis wieder bei der internationalen Aktion STADTRADELN Kilometer für das Klima sammeln. Im Landkreis Augsburg war die Aktion dieses Jahr besonders erfolgreich, denn der Landkreis war einer von insgesamt sechs Pilotteilnehmern beim Schulradeln. Drei Wochen lang hieß es deshalb kräftig in die Pedale treten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 337.902 Kilometer wurden erradelt und damit mehr als doppelt so viele Kilometer, als im Vorjahr. Verdanken kann man dies größtenteils dem großen Engagement der Schulen, die sich mit größter Begeisterung am Schulradeln beteiligt haben. Insgesamt erradelten die elf Schulen 222.469 Kilometer.

Bildquelle: Mark Specht

Beschluss Fahrradabstellanlagen an Schulen

Die ehemalige Radverkehrsbeauftragte, jetzige Mobilitätsmanagerin des Landkreises Augsburg, hat „Standards für Fahrradabstellanlagen an Schulen im Landkreis Augsburg“ erarbeitet. Hier kommt den Fahrradabstellanlagen an Schulen eine wichtige Bedeutung zu. Um einen Grundstein für eine nachhaltige Mobilität bei den Schülerinnen und Schülern zu legen, sollte an Schulen die Qualitätsanforderungen für Radabstellanlagen verbessert werden. Die Mobilitätsmanagerin hat im Jahr 2018 eine Bestandaufnahme der Radabstellanlagen an den Schulen des Landkreis Augsburg vorgenommen. An 13 Standorten stehen den Schülern 3.654 Abstellplätze zur Verfügung. Da allerdings nicht alle Stellplätze genutzt werden können, ist von einer nutzbaren Stellplatz Anzahl von 2.650 Stellplätzen auszugehen. Damit sind 28 % der Stellplätze nicht nutzbar. Im Durchschnitt stehen pro Schule 177 Stellplätze zur Verfügung.

Im Umwelt- und Energieausschuss des Kreises wurden am 08. Juli folgende Standards beschlossen:

  • Austausch aller vorhandenen Vorderradklemmer
  • Überdachung aller Radabstellanlagen
  • Beleuchtung aller Radabstellanlagen
  • Frühzeitige Planung ausreichender Stellplätze bei Neubauten und Generalisierungen von Radabstellanlagen

Auf dem Weg zum fahrradfreundlichen Landkreis: Modal-Split-Untersuchung startet

Wie kommen die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Augsburg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen? Was muss künftig für einen sicheren und attraktiven Radverkehr getan werden? Diese und viele weitere Fragen will der Landkreis Augsburg mit Hilfe einer zweiteiligen Mobilitätserhebung beantworten. Die Studie beginnt am 2. Juli 2019 mit einer repräsentativen Haushaltsbefragung, die bis zum 18. Juli andauern wird.

In einer Jedermann-Befragung vom 19. Juli bis zum 11. August können sich im zweiten Schritt der Studie alle Bürgerinnen und Bürger in die Mobilitätserhebung einbringen, indem sie auf einer eigens eingerichteten Internet-Plattform verschiedene Fragen zum eigenen Verkehrsverhalten beantworten und Verbesserungsvorschläge äußern. Weitere Informationen zur Mobilitätsuntersuchung gibt es im Internet unter www.lkaugs-mobil.de.