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Landkreis Coburg

Insgesamt leben 88.200 Einwohnerinnen und Einwohner in 17 Städten und Gemeinden im Landkreis Coburg. Die größte kreisangehörige Kommune ist die Stadt Neustadt bei Coburg mit rund 15.500, die kleinste Kommune ist Niederfüllbach mit 1.600 Bürgerinnen und Bürgern. Landschaftlich erstreckt sich der Landkreis zwischen Thüringer Wald im Norden und dem Obermain im Süden und ist damit geprägt von einer welligen Topographie, die durch den Flusslauf der Itz und ihrer Zuläufe gegliedert wird. Die kreisfreie Stadt Coburg liegt zentral im Landkreis und bietet die überzentralen Funktionen und die meisten Arbeitsplätze in der Region.

 

Gestern, heute und morgen – Radverkehr im Landkreis Coburg
Der Landkreis greift auf das Wegenetz der Kommunen zurück und verknüpft dieses zu einem überörtlichen Angebot. 2008 ist das Alltagsnetz um ein Angebot mit sechs Themenrouten ergänzt worden, welche ihre Ausgangspunkte in der Stadt Coburg haben und als Rundrouten konzipiert sind. Aktuell entwickelt das Regionalmanagement das Projekt FahrRad und Fitness, das eine stärkere touristische Vermarktung der Region als Fahrraddestination zum Ziel hat (s. Stadt Coburg).

Herausforderung für die Kommunen und den Landkreis waren und sind teilweise noch die Großbaustellen an Autobahn und ICE-Strecke, die einige Verbindungen unterbrochen haben. Gelungen ist es, im Rahmen von Umgestaltungen an Bahnhöfen im Landkreis die Abstellsituation für Fahrräder deutlich zu verbessern. Der Bedarf hierfür ist seit der Abschaffung der kostenfreien Fahrradmitnahme im bayerischen Schienenpersonennahverkehr gestiegen.

Handlungsschwerpunkte
Im Landkreis Coburg läuft aktuell die Digitalisierung des Wegenetzes. Der Landkreis hat erst vor kurzer Zeit ein Geoinformationssystem eingeführt, in das nun als weitere Planungsgrundlage das Bestandsnetz eingepflegt wird. Dazu werden auch die Standorte der Wegweisung erhoben. In Abstimmung mit der Stadt Coburg erfolgt die Fortschreibung und Ergänzung des Beschilderungssystems. Auf der Grundlage des Alltagsradnetzes ergibt sich ein hierarchisches System von den Kommunen ausgehend über die Landkreisebene zur überregionalen Ebene des Bayernnetzes für Radler.

Für den Bereich der Kommunikation erfolgt die thematische Zusammenarbeit mit der Stadt Coburg. Auch im Landkreis Coburg soll das Radfahren als vollwertige Mobilitätsalternative herausgestellt werden. Im Rahmen des Klimaschutzkonzepts läuft die Ausweitung der Ladeinfrastruktur für den Bereich Elektromobilität, derzeit noch mit dem Schwerpunkt Radverkehr. Dabei erfolgt die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern, wie in diesem Bereich mit den Stadtwerken Neustadt bei Coburg.

Der Landkreis Coburg ist als einziger bayerischer Landkreis Modellregion im bundesweiten Aktionsprogramm zur regionalen Daseinsvorsorge. Der demographische Wandel wird sich letztlich auch auf die Mobilität der Bewohnerinnen und Bewohner auswirken. Die Erreichbarkeit der Ziele wie Nahversorgung, medizinischer Versorgung, vor allem aber der Freizeitziele wird zunehmend mehr der eigenen Verantwortung der Bevölkerung unterliegen. Das Fahrrad stellt dabei eine kostengünstige Verkehrsmittelalternative dar, sofern es gelingt, dafür optimierte Voraussetzungen zu schaffen.