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Landshut

Auszeichnung “fahrradfreundliche Kommune” seit 2016

Als vor mehr als 800 Jahren Ludwig der Kelheimer eine Burg auf dem Hofberg mit Blick über die Isar errichten ließ, zählte die Siedlung darunter nur einige wenige Straßen. Mittlerweile leben 69.000 Einwohnerinnen und Einwohner in der Stadt, die sich über weite Gebiete auf beiden Seiten der Isar erstreckt. Das Zentrum bildet dabei immer noch die Martinskirche, deren 130 m hoher Turm der höchste Backsteinturm der Welt ist. 1475 war sie Schauplatz der Fürstenhochzeit von Georg des Reichen, die auch heute noch alle vier Jahre als Landshuter Hochzeit aufgeführt wird. Heute ist Landshut Regierungssitz Niederbayerns und Verwaltungssitz des Landkreises Landshut. Die Stadt ist zudem nordöstliches Zentrum der Europäischen Metropolregion München mit ca. 5,4 Millionen Menschen. Landshut werden hervorragende Entwicklungschancen prognostiziert. In den Bereichen Demografie, Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation sowie Wohlstand und soziale Lage befindet sich die Stadt auf den obersten Plätzen im bundesweiten Vergleich. Auch deshalb erfährt Landshut ein rasantes Bevölkerungswachstum. Dies hat positive Auswirkungen auf die Stadt, bringt jedoch auch eine verkehrliche Belastung mit sich, welcher sich Landshut in den kommenden Jahren stellen muss.

Gestern, heute und morgen – Radverkehr in Landshut
Durch den Ortskern von Landshut führen die stark befahrenen Bundesstraßen B 11, B 299 und B 15. Die B 15neu wird 2019 vorerst nordöstlich von Landshut an der A 92 enden. Wegen des steigenden und sich verändernden Verkehrsaufkommens muss die Stadt dringend handeln. Landshut ist aber gleichzeitig eine Stadt der kurzen Wege: Die Altstadt liegt zentral und der Hauptbahnhof ist in wenigen Minuten aus vielen Teilen der Stadt erreichbar. Das Fahrrad bietet sich deshalb als ideales Fortbewegungsmittel an, um schnell und stressfrei Ziele zu erreichen. Bereits 18% der Landshuter haben die Vorteile des Fahrradfahrens für sich entdeckt. Um den zunehmenden Verkehrsproblemen zu begegnen, ist die Stadt bestrebt, den Anteil des Radverkehrs weiter zu steigern.

Handlungsschwerpunkte
Das Fahrrad ist ideal als flexible, bequeme, schnelle und nachhaltige Verkehrsform für die Mobilitätsbedürfnisse der Landshuter. Das Rad ist zusammen mit dem Umweltverbund Teil eines multimodalen Verkehrsangebots, das für jeden das passende Angebot zur Auswahl hat und zugleich erschwinglich ist. Um diese Vorteile weiter zu fördern, setzt die Stadt auf ein lückenloses und komfortables Radnetz, das stetig verbessert und ausgebaut wird. Wichtig dabei ist vor allem die Schaffung eines sicheren Radwegenetzes. Neben dem Ausbau und der Verbesserung der Infrastruktur sollen in Zukunft auch verschiedene Aktionen und Maßnahmen mehr Leute für das Fahrradfahren begeistern. Mit den 2014 verabschiedeten Leitlinien der Radverkehrsförderung in Landshut und dem Radverkehrskonzept werden derzeit Maßnahmen aus den Bereichen Infrastruktur und Radlkampagne schrittweise umgesetzt.