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Passau

Passau gehört zum Regierungsbezirk Niederbayern und ist die südöstlichste kreisfreie Stadt Bayerns. Gelegen an den südlichen Ausläufern des Bayerischen Waldes und an den drei Flüssen Donau, Inn und Ilz, bietet Passau eine Stadtlandschaft von einmaliger Schönheit. Besonders erwähnenswert ist die barocke Altstadt, die von italienischen Meistern im 17. Jh. geschaffen wurde und in deren Zentrum sich majestätisch der Dom St. Stephan mit der größten Domorgel der Welt erhebt.

Passau hat ca. 50.000 Einwohner und ist seit 1978 Universitätsstadt sowie seit 1993 Oberzentrum der Region Donau-Wald.  Das Stadtgebiet umfasst knapp 70 km². Die 60 km lange Stadtgrenze wird zu einem Fünftel von der deutsch-österreichischen Landesgrenze gebildet.

 

Gestern, heute und morgen – Radverkehr in Passau

Passau ist Vielen als Startpunkt für den Donauradweg nach Wien ein Begriff. Auch als Anfangs- oder Endpunkt des Inn- und des Römerradweges ist Passau weithin bekannt. Das Fahrrad wird aber auch von den Passauerinnen und Passauern im Alltag und in der Freizeit gerne genutzt. Trotz der nicht einfachen räumlichen Rahmenbedingungen, begründet im Wesentlichen durch die Topografie und die Barrierewirkungen der Flüsse sowie der Bahnstrecken, ist der Fahrradverkehr ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtverkehrs­systems. Im Binnenverkehr wurden 2009 11 % der Wege mit dem Rad zurückgelegt. Dabei schwanken die Radverkehrsanteile in den Stadtteilen zwischen 5 % und 23 %. Als „kompakte“ Stadt mit vielen kurzen Wegen sehen wir ein noch höheres Potenzial für den Radverkehr, welches wir in den nächsten Jahren weiter ausschöpfen wollen.

 

Handlungsschwerpunkte

Grundlage für die weitere Förderung des Radverkehrs in Passau sind der 2012 vom Stadtrat verabschiedete Verkehrsentwicklungsplan und das Radverkehrskonzept aus dem Jahr 1998. Das Radverkehrskonzept von 1998 ist in weiten Bereichen nach wie vor ein wichtiger und aktueller Leitfaden zur Entwicklung des Radverkehrs in Passau. In Teilbereichen soll das Konzept jedoch fortgeschrieben werden. Neben dem weiteren Ausbau der Infrastruktur soll in den nächsten Jahren verstärkt auf die Bereiche Service und Öffentlichkeitsarbeit gesetzt werden.

Bei der Infrastruktur gilt es, auf Basis der vorliegenden Netzplanung weitere Lücken im Haupt- und im Erschließungsnetz zu schließen. Dies muss nicht zwingend nur durch bauliche Maßnahmen erfolgen. Vielmehr sollen hier die verschiedenen Möglichkeiten, wie sie die „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ beschreiben, genutzt werden.

Besonders wichtig in den nächsten Jahren ist die Schaffung einer sicheren und attraktiven Radverbindung zwischen Donau und Inn im Innenstadtbereich. Außerdem sollen die Fahrrad­abstellanlagen im öffentlichen Raum hinsichtlich Standort, Kapazität und Qualität überprüft werden.

Die Wegweisung, die bereits in einigen Stadtteilen erneuert wurde, soll zügig auf alle Stadtteile ausgedehnt werden. Unser Fahrradstadtplan, der sich großer Beliebtheit erfreut, wird bei Bedarf neu aufgelegt werden. In Bezug auf Werbung für das Fahrradfahren zur Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung haben wir gute Erfahrungen mit der Aktion „STADTRADELN“ gemacht. Hieran soll auch in den nächsten Jahren angeknüpft und ggf. weitere Aktionen geplant werden.