pfeil-links Zurück

Stein

Stein ist eine kreisangehörige Stadt im Landkreis Fürth in Mittelfranken und grenzt unmittelbar westlich an die Großstadt Nürnberg. Die Stadt Stein hat derzeit ca. 14.000 Einwohnerinnen und Einwohner.Bekannt ist die Stadt vor allem durch zwei überregional bedeutende Einrichtungen: Hier ist das Familienunternehmen Faber-Castell zu nennen, das sich neben der bekannten Bleistiftproduktion auch durch die Sehenswürdigkeiten und kulturellen Einrichtungen auszeichnet (Bleistiftmuseum Alte Mine, Schloss Faber-Castell, Kunstakademie). Ferner ist das Kristall-Palm-Beach-Bad (Thermal-, Kur- und Freizeitbad mit Saunadorf) zu nennen, das jährlich rund 700.000 Besucherinnen und Besucher aus ganz Nordbayern anzieht.

Gestern, heute und morgen – Radverkehr in der Stadt Stein
Zwar wurden bereits ab den 1970er Jahren die ersten separaten Radwege an kommunalen Straßen in der Stadt und als separate Verbindungswege ins Grüne angelegt, aber erst durch den Umbau der Hauptstraße (B14/OD) 2006-2009 konnte die Grundlage für die Vernetzung der Radwege geschaffen werden. Die stark befahrene Hauptstraße (täglich ca. 32.000 Fahrzeuge an der Stadtgrenze Nürnberg), sowie die enge Siedlungsstruktur in der Altstadt Stein haben bisher einen Radwegebau auf der zentralen Verkehrsachse unmöglich gemacht. Die flache Topografie bzw. die Nähe zur Großstadt Nürnberg machen Stein für eine Intensivierung des Radverkehrs interessant. Inzwischen nutzen viele Berufspendlerinnen und -pendler das Rad, um nach Nürnberg oder zur nächsten U-Bahn-Station zu gelangen. Die Radwanderer schätzen die Wege im Grünen (an der Rednitz, den Kommunal-Allianz-Radweg oder die wenig befahrenen Ortsverbindungsstraßen).
Durch den Beitritt zur AGFK hat der Stadtrat das klare Signal gesendet, dass Stein künftig als fahrradfreundliche Kommune entwickelt werden soll.

Handlungsschwerpunkte
Aufbauend auf die beiden Hauptverkehrsachsen in Stein (Hauptstraße/B 14 und Deutenbacher-/ Regelsbacher Straße) wurden die angrenzenden Wohn- und Siedlungsgebiete flächendeckend als Tempo-30-Zonen ausgewiesen. Damit ist nicht nur eine Verkehrsberuhigung erfolgt, sondern es wurde auch die Möglichkeit gegeben, gefahrloser auf dem direkten Weg durch Stein zu radeln. Hinzu kommt hier, dass die Stadtplanung von jeher versucht hat, separate Fuß- und Radwege zwischen den Wohngebieten zu schaffen, um so eine kurze und direkte (autofreie) Verbindungsmöglichkeit in Stein zu schaffen. Derzeit läuft ein städtisches Bauprogramm, in dem sämtliche Gehwegaufkantungen in Kreuzungsbereichen u.a. auch für Fahrräder abgeflacht werden. Ferner wurde begonnen, die bestehenden Sackgassen als unechte Sackgassen auszuschildern. Als fahrradfreundliche Stadt ist es der Stadt Stein wichtig, eine entsprechende Verbindung ins Umland sicherzustellen. Hierzu wird derzeit die Ausschilderung des überregionalen Radwegekonzepts mit dem Landratsamt und den Nachbarstädten abgestimmt. Es wurden wichtige Radwegebeziehungen ins Umland mit einem separaten Radweg städtischerseits unterstützt. So wurde beispielsweise nach Oberasbach (Nachbarstadt mit S-Bahn-Haltepunkt) ein straßenbegleitender, separater Radweg errichtet. Derzeit ist geplant, einen weiteren Radweg von Stein-Deutenbach nach Nürnberg-Krottenbach zu errichten. Auch die Radwegeverbindung ins Zentrum von Nürnberg soll verbessert werden (Berücksichtigung der Radwegeplanung beim Ausbau der Nürnberger Straße in Stein oder beim Ausbau der Ansbacher Straße in Nürnberg).
Aufgrund der teilweisen Stauproblematik auf der Hauptstraße/B14 in den Pendlerspitzenstunden ist es Absicht der Stadt Stein, künftig mehr Pendlerinnen und Pendler aufs Rad zu holen. In Verbindung mit der Stadt Nürnberg konnte im Dezember 2012 eine Fahrradleihstation der Firma NorisBike mit einem Standort in Stein in Betrieb genommen werden. Im Bereich des Fahrradtourismus besteht noch Nachholbedarf. Hier möchte die Stadt Stein beispielsweise als Fahrradtourismusort besser wahrgenommen werden (Lage am Sandachsenweg / Rednitzuferweg, geplante Aufnahme in den Burgenradweg; Bett&Bike-Angebote).