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Würzburg

Gestern, heute und morgen – Radverkehr in der Kommune

Würzburg mit seinen 134.000 Einwohnern ist die größte Stadt in Unterfranken. Sie liegt zwischen Spessart-Rhön-Steigerwald und Frankenhöhe und bietet damit viele Radaktivitäten und auch Radtouren an. Sie ist Oberzentrum und Einkaufsstadt zugleich auch Universitätsstadt mit den meisten Arbeitsplätzen. Die markanten Aushängeschilder wie Residenz, Dom, Alte Mainbrücke, Festung, Käppele sind touristische Magnete, die durch den Mainradweg untermauert werden. Würzburg ist mit seiner Tallage keine klassische Radfahrerstadt, dieses macht aber auch den Reiz aus. Kurz nach Eröffnung der Fußgängerzonen wurden diese für den Radverkehr freigegeben. Allerdings bedingt durch die Tallage war auch nie ein eigenes Radwegenetz möglich, so dass kleine bauliche Maßnahmen immer wieder für Ergänzungen des Radwegenetzes sorgten. Erst die neue Straßenverkehrsordnung (StVO) machen Rad- und Schutzstreifen im Netz möglich und dadurch ergeben sich viele Lückenschlüsse. Der Radverkehrsanteil 2008 betrug ca. 11 % und soll aufgrund der stark ansteigenden Studentenzahl auf 16 % gesteigert werden.

Handlungsschwerpunkte

Die Stadt Würzburg hat mit Beschluss vom 20.12.2010 einen Radverkehrsbeirat eingerichtet. Er hat die Aufgabe, den Stadtrat in allen den Radverkehr betreffenden Angelegenheiten und Fragen zu beraten. Mit der Beschlusslage des Stadtrates zur Aufnahme in die AGFK erfolgte nach der ersten Bereisung eine To-Do-Liste die vorsieht, insbesondere ein allumfassendes Radverkehrskonzept zu erarbeiten. Mit der Vergabe an das Ingenieurbüro BSV Dr.-Ing. Reinhold Baier, Aachen, erfolgte zeitgleich die Aufstellung und der Wunsch nach einer umfangreichen Bürgerbeteiligung. Dazu wurde in der neuen Legislaturperiode erstmals die aktive Teilnahme an den Radverkehrsbeirat öffentlich ausgeschrieben, so dass er nunmehr mit 41 aktiven Radlern und 40 Vertretern der Politik und den Fachdienststellen vertreten ist. Die Zusammenkunft findet mehrfach im Jahr statt und beinhaltet neben den zu erarbeitenden Workshops zum Radverkehrskonzept ebenso die Abarbeitung einzelner Planungen zum Radverkehr. Dieses Gremium wurde vorerst auf 3 Jahre gewählt. Die dort gefassten Beschlüsse werden anschließend an den Umwelt- und Planungsausschuss weitergeleitet und zur Beschlusslage vorgelegt. Zusätzlich gibt es mehrere öffentliche Imagekampagnen die auf das Fahrradfahren und auf das Miteinander im Straßenverkehr aufmerksam machen sollen.

Mit der Bewerbung für die integrierte Entwicklungsmaßnahme im Zuge des EFRE-Programmes, haben sich vier Würzburger Vorortgemeinden mit der Stadt Würzburg gemeinsam für eine nachhaltige Stadt-Umland-Entwicklung beworben, um bis zum Beginn der Landesgartenschau 2018 hier ein zusammenhängendes Radwege- und Pedelec-Verbundnetz zu erstellen. Dieses Mobilitätsnetz wird abgestimmt auf die ÖPNV-Verbindung. Freizeitmäßig sollen hierbei zusätzliche Mountainbikestrecken erschlossen werden. Dadurch ergibt sich eine Vielfältigkeit des Angebotes in der Gesamtnutzung des Radverkehrs.