Mai 2025 – Mit 500 Brezen, Äpfeln und einer klaren Botschaft hat der Landkreis Eichstätt auf den Alltagsradverkehr aufmerksam gemacht. Im Rahmen des Projekts „Pendlerfrühstück“ wurden Radfahrende an mehreren Orten im Landkreis im Mai 2025 morgens begrüßt – als Zeichen der Wertschätzung und zugleich als Einladung, sich aktiv an der Weiterentwicklung des Radverkehrs zu beteiligen.

Begrüßungsstand für Radfahrende in den Gemeinden. © Landkreis Eichstätt
Der Landkreis Eichstätt verfügt mit seiner Lage im Naturpark Altmühltal über hervorragende Voraussetzungen für das Radfahren. Während das touristische Radwegenetz bereits vollständig beschildert ist, befindet sich der Ausbau des Alltagsradnetzes noch im Aufbau. Ziel des Pendlerfrühstücks war es daher, das Fahrrad stärker als alltägliches Verkehrsmittel ins Bewusstsein zu rücken und gleichzeitig wertvolle Hinweise aus der Praxis zu sammeln.
Insgesamt fand die Aktion in zehn Gemeinden statt. Die Standorte wurden je nach Gemeindegröße gewählt: In größeren Orten lagen sie an stark genutzten Pendelrouten, in kleineren Gemeinden häufig in der Nähe von Schulen oder Kindergärten. Die Organisation vor Ort übernahmen die Kommunen selbst, unterstützt durch das Landratsamt, das für Koordination, Zeitplan und Ausstattung sorgte.
Für das Frühstück kamen ausschließlich regionale Produkte zum Einsatz. Ergänzt wurde die Aktion durch eine kurze Online-Umfrage, die per QR-Code auf den Frühstückstüten erreichbar war. Innerhalb von rund zwei Minuten konnten Teilnehmende ihr Mobilitätsverhalten beschreiben und konkrete Verbesserungswünsche zum Radverkehr äußern.
Die Resonanz fiel sehr positiv aus: 822 Personen besuchten die Umfrageseite, 497 beteiligten sich aktiv. Besonders an gut gewählten Standorten zeigte sich der Erfolg der Aktion deutlich – in einzelnen Gemeinden waren alle Frühstückstüten bereits nach kurzer Zeit verteilt.
Begleitet wurde das Projekt durch Interviews und Social-Media-Beiträge, die vom Landratsamt aufbereitet und den Gemeinden zur Verfügung gestellt wurden. Das Pendlerfrühstück hat damit nicht nur Daten für die Radverkehrsplanung geliefert, sondern auch gezeigt, wie mit einfachen Mitteln Aufmerksamkeit für nachhaltige Mobilität geschaffen werden kann.
(Text: Eichstätt)